Stephan und die Töne
Januar 15th, 2006 REwIrED
Oh Gott. Ich bin heute Ohren- und Augenzeuge von DSDS geworden. Es gibt Dinge, die die Welt nicht braucht: Stephan Darnstaedt ist ein solches Ding. Der ist tatsächlich in der Lage Töne mit wiederkehrendem Enthusiasmus nicht korrekt zu treffen. Wie man einen Song so verhunzen kann… Da hört man ja in einer Karaoke-Bar mit total besoffen Pauli-Fans besseres.
Aber da traut sich so eine Nase in den Ring und meint mit einem Dackelblick und Rumheulen 14jährige Mädchen einzuschmalzen und kommt damit auch noch durch. Unglaublich. Armes Musik-Deutschland.
Du bist Deutschland, du votest für Stephan Darnstaedt.
Nicht nur, dass Gracia (ebenfalls aus der DSDS-VersagereckeTalentschmiede) mit dem Top-10-Geschummle uns einen vorletzten Platz beim letzten Grand Prix beschert. Nein! Jetzt kommen auch noch Leute in die Charts, die so richtig nix von Lala verstehen. Ich könnte kotzen. Das ist ungefähr so, als würde man Rainer „Unter-den-Einäugigen-ist-der-Dreibeinige-der-König“ Calmund als Würstchengutachter bei Meica einstellen oder Lothar Matthäus ein Lektorat bei der Times anbieten.
Links:
Geschmacksverkalkung, Folge 489787
Entry Filed under: Damn It :-O,Musik
2 Comments
1. Dodger | Januar 15th, 2006 at 14:59
Ja es war schlimm. Ich möchte mal nicht die Telefonrechnung der Eltern sehen, die haben wahrscheinlich eine Hypothek aufs Haus aufgenommen. Vielleicht haben Sie sich ja auch ne Horstbox gekauft und via VoIP mehrere 100 Anrufe pro Sekunde getätigt. 😀
RTL ist das ja egal, hauptsache die Kasse stimmt. Um Musik geht es da ja schon lange nicht mehr (das hätte man ja auch an Hand der Jury Zusammenstellung vermuten können).
2. Dodger Headquarter » Enjoy The Silence… | Januar 16th, 2006 at 11:26
[…] … und andere gute Musik. Nach dem vorgestrigen Schock das krasse Gegenteil: Depeche Mode im Spielzimmer der Hamburg Freezers. Geil. Meine musikalischen Vorbilder live und in Farbe. Die haben es einfach immer noch drauf. Dave stöhnt ‘n bissl in Mic und schon toben die Mitdreissiger Ex-Teenies wie vor 15 Jahren. Martin schmettert in altbekannter Manier “Somebody” (die Ballade schlechthin), dass sich einem die Gänsehaut vom Arm zum Ganzkörper-Noppentrainingsanzug ausdehnt und Fletch dreht, wie immer ohne eine Miene zu verziehen an den Knöpfen seiner Krachmaschinen. Cool. Neben den neuen Krachern, wie “John The Revelator” oder “The Sinner In Me” wurden auch schön die alten Mitsing-Hits (z.B.: “Enjoy The Silence”, “Everything Counts” und natürlich “Just Can’t Get Enough”) durch die Halle gewummert: Eben ein feines, abwechslungsreiches Bouquet der Synthpop-Legenden. Für alle und jeden was dabei. Beeindruckend auch der Drummer. Zu den Beats aus der Konserve kamen sehr virtuose Liveeinlagen. Das Salz in der ohnehin schon köstlich zubereiteten Elektrosuppe. […]